Nach einem herzlichen Empfang zum alljährlichen Schüleraustausch mit dem Privatgymnasium Nr. 14 in Zespol Skol Fundacji Szolnej in Warschau/Polen von 10 Schüler und Schülerinnen der Klassenstufe 8 und 9 und zwei Lehrkräften unserer Schule ging es am nächsten Morgen zum Nationalmuseum, um sich dort per Kennlernspiele erst einmal näher zu kommen. Anschließend besuchte die Gruppe die Ausstellung „American-Dream“, die das Leben in Amerika und die Unterschiede zu Polen zeigt. Nach dem Besuch übernahmen die polnischen Schüler die Führung und zeigten den Hermannsburgern die Krakauer Innenstadt.

Gruppenbild in Warschau

Den Hermannsburger Jugendlichen fielen vor allem die vielen großen und bunten Leuchtreklamen, viele alte zugeklebte und besprayte Gebäude auf aber auch die Anwesenheit aller bekannten internationalen Geschäftsketten. Besonders gefielen ihnen die vielen Grünflächen, die sie in einer so großen Innenstadt nicht erwartet hatten.

 

Sie besuchten den Krakauer Dom und erklommen die vielen Stufen zum Glockenturm. Dort reihten sie sich in die Reihe derer ein, die einmal die rechte Hand an den großen Bembel der Glocke legen wollten, um sich etwas zu wünschen. Später bummelte die Gruppe über den großen Wochenmarkt und entdeckten dort dynamische Breakdancer, verkleide Figuren, mit denen der Besucher sich ablichten lassen konnte und natürlich die nicht weg zu denkenden Souvenirläden. Schließlich machten sie sich zu einer Stadtrallye auf, in dessen Verlauf sie Namen von Theater, Plätzen und Persönlichkeiten herausfinden mussten.

 

Am nächsten Morgen spazierte die Gruppe nach Kazimierz, dem ehemaligen jüdischen Viertel, dort erhielten sie im Galicia Jewish Museum eine Führung durch die NS-Zeit und gesellig ging es am Nachmittag beim Zeichen- und Fotowettbewerb zu.

 

Am 3. Tag brachte die Reisenden ein Bus nach Wieliczka um dort den eigentlichen Höhepunkt der Reise zu erleben. Rund 400 Treppenstufen mussten die Hermannsburger und polnischen Gastgeber in die Tiefe steigen, um die wunderbaren Konstruktionen der riesigen Salzgrube zu besichtigen. Rund 1.000.000 Kubikmeter Holz waren im Laufe vieler Jahre verbaut worden, um diese einzigartige Konstruktion sicher und später auch für Besuchergruppen zugänglich zu machen. Und so staunten diese nicht schlecht, als sich ihren Augen Andachtsräume, Häuser, Säale und Seen aus Salz zeigten.

Gruppenbild in Krakau

Für die Handwerker und Bürger, die sich dafür freiwillig entschieden, ihr Dasein dem Salzabbau zu widmen, gab es nicht nur gute Gehälter sondern auch große Anerkennung für ihr Tun ein Leben lang. In einigen Räumen fuhren sogar Patienten ein, für deren Atemweg die Luft der Salzgrube Linderung versprach, außerdem konnte man andere Räumlichkeiten für Hochzeitsfeiern mieten. Das gemeinsame Mittagessen in rund 70 Meter Tiefe bleibt für die Jugendlichen ein besonderes Ereignis.

 

Nicht unter die Erde sondern auf`s Wasser ging es am darauf folgenden Tag. Die Floßfahrt auf dem Dunajec war geplant. Hier suchten sich die Mitfahrer Plätze auf den Holzbooten, die von zwei Flößern mit Staken über die Strömung geführt wurden. Am anderen Ufer schloss sich eine Wanderung durch die Talschlucht Homole, entlang des großen Staudammes mit seinen Becken voller Fische, an. Abends hatten die Jugendlichen sogar noch genug Luft für die Disco in der Pension.


Und wieder hieß es im Bus Platz nehmen, der Gäste und Gastgeber am nächsten Morgen nach Warschau brachte, wo die Aufteilung in die Gastfamilien erfolgte. Nach der herzlichen Begrüßung wurden die Gastgeschenke ausgetauscht und die Hermannsburger Schülerinnen und Schüler fuhren mit den Familien in deren Zuhause.

 

Für den letzten Tag des Aufenthalts war eine Stadtbesichtigung der Polnischen Hauptstadt vorgesehen, anschließend war jedoch noch einmal Zeit für Unternehmungen mit den Gastfamilien. Weitere Infos...

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