Oberschule Hermannsburg

Zukunft gemeinsam gestalten

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Die Oberschule Hermannsburg, vertreten durch Schulleiterin Evelyn Haller und die Hermann-Billung-Grundschule, vertreten durch Schulleiterin Annette Kutnik haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Für ein Schuljahr lang wurde im Rahmen der Ganztagsbetreuung das Schüler-Mentoren-Projekt „Schüler helfen Schülern“ vereinbart.

 

Die beiden Hermannsburger Schulen haben damit ein lebendiges Netzwerk ins Leben gerufen, in dessen Rahmen die Schüler der ObS den Grundschülern vielseitige Unterstützung gewähren. An drei Tagen der Woche besuchen Schüler ab dem 8. Jahrgang in der 7. Stunde einzelne Erst- bis Viertklässler oder Kleingruppen, um diese bei der Anfertigung von Hausaufgaben und dem Lernen zu helfen.

Kooperationsvertrag mit Hermann-Billung-Grundschule

„Dazu haben die Grundschuleltern einen „Hausaufgabenvertrag“ unterschrieben, erklärt Kristina Marquardt, als Koordinatorin des Ganztagsbereiches der Grundschule. Die Endkontrollen für nicht abgeschlossene Hausaufgaben übernehmen die Eltern dann zuhause.

 

Die Erst- bis Viertklässler sammeln außerdem Erfahrungen bei der Anleitung bzw. Entwicklung von Lernspielen. Die Oberschülerinnen Janina Alm, Fenke-Sophie Hildenbrandt und Anna Lückert sind begeistert von ihrem Einsatz: „Für die Kleinen sind wir wirklich die Großen. Die Zusammenarbeit macht ganz viel Spass. Manchmal nehmen wir ein Kind aus der Gruppe zwecks besserer Konzentration, dann geht die Hausaufgabe oder das Lernen für eine Klassenarbeit viel besser von der Hand.“ Bei den Ganztagsschülern der Grundschule steigt die Lernmotivation, da die Bereitschaft zum Lernen wächst, wenn Jugendliche mit ihren Worten die Lerninhalte erklären. Außerdem soll dieses Projekt den Kontakt zwischen den Schülern pflegen, damit der Übergang an die Oberschule erleichtert wird, da sie durch die Kooperation der Schülen schon ältere Oberschüler kennen gelernt haben. „Bei den Oberschülern hat sich ihr ehrenamtlicher Einsatz ebenfalls bemerkbar gemacht“, weiß die betreuende Lehrkraft Kirsten Hagemann. „Sie treten selbstbewusster auf, organisieren sich besser und wiederholen so ganz nebenbei ihr Basiswissen.“ Für ihren Einsatz erhalten die Oberschüler einen Vermerk in ihren Zeugnissen. Ihre Zuverlässigkeit wird von beiden Schulen gelobt.

 

Die Schüler der Oberschule können im Rahmen des Projekts ihr Basiswissen trainieren und festigen, sich sozial engagieren, Erfahrungen bei der Betreuung und Förderung von Kindern sammeln und Freude bei der Übernahme von Verantwortung und den Umgang mit anderen erleben. Unterstützung bekommen sie von den Aufsicht führenden Mitarbeitern der Grundschule. Bei Bedarf stehen ihnen auch ihre Fachlehrkräfte an der Oberschule zur Verfügung.

 

Damit die Kooperation erfolgreich vollzogen werden kann, verpflichtet sich die Oberschule für das Projekt zu werben und die interessierten Mentoren auszuwählen, die das Fachwissen und die nötige Reife für ihre Funktion mitbringen. Die Schüler verpflichten sich immer für ein Halbjahr und müssen für die Teilnahme an dem Projekt die Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten vorlegen. Da es sich bei diesem Schüler-Mentoren-Projekt um eine Arbeitsgemeinschaft bzw. eine schulische Ganztagsbetreuung handelt, sind die Schüler in dieser Zeit über ihre Schule versichert.